Vorweg:
Ganz am Rande , ist mir gestern etwas aufgefallen. Mein Notebook war mitunter etwas langsamer in der Wlanverbindung, ohne daß
irgendwelche Einstellungen verändert worden waren. Ich dachte erst an CPU-Last, das wars nicht, Energiesparoptionen, das auch nicht. Am Ende stellte ich fest, der Fehler tritt nur unter bzw. nach mittlerer Last auf dem Notebook auf. D.h. Immer dann wenn der Lüfter nicht lief aber trotzdem eine gewisse Abwärme da war, erhitzt sich auch das Wlan modul unter der Tastatur zusätzlich und irgendwann dann sinkt tatsächlich auch ab einen gewissen Punkt der Datendurchsatz. Sicherlich ein spezielles Problem (Da so auch nur wegen gedrosselten Lüfter bei mir auftritt), aber evtl. eines dieser unerklärlichen Probleme die auch jemand anderen mal treffen könnten.
So nun , da das Thema Wlan-Geschwindigkeit immer häufiger ein Problem darstellt (dank schneller Anbindungen) habe ich heute ein bischen was getestet. Ich habe hier einen mittlerweile etwas betagten Thinkpad T400 der sich z.Z. an einem Tplink1043 anmeldet. Dabei kommen brutto nicht mehr wie 130 mbit zum Einsatz (Ich vermute hier liegt es aber am bald 3 Jahre alten Chipset des T400), das ist für meinen Test aber gar nicht so wichtig.
Ich hab einfach mittels
netio Zwischen dem Thinkpad und einem anderen Daten übertragen. Das ist jetzt hier kein hochwissenschaftlicher Test mit mehreren Testreihen sondern eh eine grobe Auslotung von Auswirkungen in den Einstellungen und Randbedinungen. Kanal war auf 6. Die Werte schwanken je nach Paketgrößen , ich beschränke mich auf den Durchschnitt mehrere Durchläufe bei mittleren Paketgrößen.
Festnetzverbindung via Lan ca. 400-660 mbit netto....schwankt stark
Wlan reiner N-Betrieb 40 MHz Kanalbreite :senden 82 empfangen 92 mbit
Wlan Mischbetrieb 40 MHz Kanalbreite: senden 80 empfangen 87 mbit
Wlan Mischbetrieb 20 MHz Kanalbreite: senden 68 empfangen 81 mbit
Wlan Mischbetrieb 40 MHz Kanalbreite gleichzeitig G-Client aktiv der Webstream empfängt :senden 61 mbit empfangen 79 mbit
Wlan reiner N-Betrieb 40 MHZ Kanalbreite zusätzlicher G-Router im gleichen Raum auf Kanal 1 :senden 45 mbit empfangen 48 mbit.
Betrieb eine Videoübetragungsystems der Marke Wald & Wiese und einer Siemensmikrowelle wirkten sich übrigens gar nicht aus, die standen aber auch 2 Räume weiter.
Auch gilt zu beachten, das diese Geschwindigkeiten nicht auf Lan oder Wlan zu WAN gelten, da der Prozessor im TPlink Firewall- und Routingtechnisch natürlich bei Übertragungen via Wan mehr zu leisten hat.
Trotzdem sehe ich das als Anregung vor Überlegungen wie Routerneukauf, Firmwareupgrades, KabelBW-Verklagens usw, mittels Tools wie NetIO erstmal die reine Wlan-Schiene als Nadelöhr auszuschließen oder eben doch auszumachen. Sicher hat der hier verwendete Router auch mehr Reserven wie der Thinkpad, da die Werte nicht so wahnsinnig differieren. Das zeigt sich auch darin , daß sich der Mischbetrieb mit aktiven G-Clients kaum auswirkt. Sehr wohl wirkt sich jedoch eine "Verschmutzung" der 2,4 GHz-Schiene durch andere Router aus, selbst wenn diese auf einem anderen Kanal liegen. (was nicht verwundert, ist doch a) das Spektrum so klein, das selbst bei 20 Mhz Kanälen es starke Überlappungen gibt d.h. man maximal 3 halbwegs getrennte Kanäle hinbekommt und b) durch Reflexionen es zu einer Streuung gibt die sich immer auswirken wird).
Von daher bitte von Empfehlungen wie 2 Router verwenden einen für N und einen für G usw, bitte Abstand nehmen, ein guter Router macht das allein besser.
Nachtrag: Die 5300AGN im Notebook geht laut Spezifikation bis 450 Mbit aber mit sehr viel Fußnoten auf der Intel-Homepage.... und ob das jetzt unter 5 oder 2,4 unterschiedlich ist, k.a. alle drei Antennen sind zumindest bei mir installiert im Notebook.
Mich würden andere Praxisergebnisse im Durchsatz mit dem 1043 interessieren, also interne nettowlan-raten (wlan zu lan, nicht wan)
Auch interessiert wäre ich an Werten mit dem Linksys 4200 falls jemand einen hat.
Nachtrag 2: hab eine Lösung gefunden -> GErätemanager für 2,4 Ghz Kanalbreite auf Auto stellen, die steht nur für 5 Ghz auf auto

Nachtrag 3: Kurzer Test ergab, das die Nettodatenrate zwischen beiden Rechner jetzt tatsächlich bis auf 185mbit steigt, wenn am Client im Gerätemanger 40 Mhz respektive Auto hinterlegt ist.
Wenn am Router jetzt wieder 20 Mbit fest einstelle bricht dies wieder auf obige kleineren Werte ein, d.h. es ist mehr als um die Hälfte langsamer 70-80 mbit. Ergo: Am Router 40 MHz bewirkt a) auch am Client eine bessere Übertragung respektive Verbindung zum Router, am Client auch 40 Mhz bringt dann den deutlichen Geschwindigkeitsvorteil.
Wenn jetzt ein G-Client Daten gleichzeit empfängt geht die Datenrate auf etwa 150-160Mbit runter. also alles im grünen Bereich.
Nachtrag 4: von wlan-client zu wlan client beide auf 40 mhz geht es immerhin mit 60-70 mbit