Anzka hat geschrieben:
Nach 15 Gesprächen mit Unitymedia, bei denen ich von zu Elektro Blauert zu Telecolumbus und wieder zurück verwiesen worden bin, hat sich ein Mitarbeiter gefunden der mir einen digitalen Kabelanschluss freischalten konnte
Der hat was? So etwas ist gar nicht möglich. Man kann sich nur für einen entsprechenden Anschluss anmelden. Dabei wird geprüft, ob das betroffene Objekt entweder einen eigenen Übergabepunkt besitzt oder als mitversorgt eingetragen ist. Freigeschaltet kann da gar nichts werden. An einem betriebsfähigen ÜP liegen immer alle Dienste an.
Zitat:
Die Freude darüber war jedoch schnell getrübt, da leider die privaten Sender wie Pro7, RTL, Sat 1 & Co leider nicht zu empfangen sind. Die öffentlichen Sender in HD haben auch nur eine sehr geringe Signalstärke. Letztlich ist die Situation so nicht befriedigend. Aus diesem Grund habe ich einen Techniker von Elektro Blauert bestellt. Dieser hat den Anschluss durchgemessen und festgestellt dass nur 400MHZ anliegen, für digitalen Empfang man jedoch bis 800 MHZ benötigt. (Bitte verzeiht wenn die Bezeichnung so nicht korrekt ist, ich hoffe aber ihr versteht was ich meine.) Der Techniker verwies mich dann wieder an UM.
Warum an UM? Offensichtlich handelt es sich um die Netzebene 4. Da ist der Eigentümer zuständig. Wenn da nur 400 MHz ankommen sollten, dann existiert irgendwo ein privater Verstärker. Allerdings dürfte es sich um 450 Mhz handeln und erforderlich ist ein Spektrum von 862 MHz.
Zitat:
Jetzt kommt es: Der Mann an der Hotline teilte mir mit, dass sich der Verteiler an Adresse XYZ befindet, ich solle mich an die Hausverwaltung wenden um zu klären ob dort umgebaut werden kann und wer die Kosten trägt?!
Was kommt? Das ist doch vollkommen korrekt. Allerdings muss es sich nicht um eine Hausverwaltung handeln, sondern um den oder die Eigentümer, bzw. ein bevollmächtigter Dritter. Die konkrete Situation vor Ort kennt UM ja nicht und muss sie auch nicht kennen. So, wie die Sache ausschaut, gibt es an einer adresse einen zentralen Übergabepunkt und mehrere Häuser sind als mitversorgt eingetragen.
Zitat:
Mal abgesehen, dass ich keiner Hausverwaltung angeschlossen bin, noch sich meiner Kenntnis entzieht ob es überhaupt eine gibt: Es kann doch nicht sein, dass a) ein Verteiler auf einem Privatgrundstück steht wo ich für einen Techniker um Einlass "betteln" muss (wenn ich überhaupt wüsste wen ich da ansprechen sollte), b) anscheinend die ganze Siedlung vom Wohlwohlen dieser Person oder Körperschaft abhängig ist, c) ich auch noch Kosten für einen Umbau tragen muss wo mir UM ein Produkt verkauft.
Hier herrscht offensichtlich ein Missverständnis. UM berechtigt den Kunden nur zur Nutzung des Produktes und UM ist dafür verantwortlich, dass die betreffenden Produkte am Hausübergabepunkt anliegen. Für das entsprechende Verteilernetz ab Hausübergabepunkt ist der Eigentümer verantwortlich.
Zitat:
Wie kann das alles sein? Zumal bin ich ja vermutlich nicht der einzige von dutzenden Haushalten die einen digitalen Kabelanschluss haben wollen.

Habt Ihr schon mal ähnliches erlebt?
Ja, jeden Tag. Ich errichte solche Netze.
Zitat:
Ich bin mit meinem Latein am Ende. Im nächsten Schritt werde ich mich wohl an die Verbraucherzentrale wenden.
Na viel Erfolg. In dem Fall ist UM leider im Recht.
MfG